Klavier – das Tasteninstrument schlechthin
Das Klavier ist zweifellos eines der populärsten Tasteninstrumente und zugleich eines der grundlegendsten für die musikalische Ausbildung insgesamt. Das Gefühl, an den Tasten zu sitzen und berühmte klassische Werke oder Stücke der Popularmusik oder gar eigene Musik zum Klingen bringen zu können, und dies ob allein oder mit anderen Menschen zusammen, ist schier unbeschreiblich und mit einer ein Leben lang währenden Freude und Motivation verbunden. Wer also die Mühe des Erlernens auf sich nimmt, wird, wie es so schön heißt, tatsächlich reich belohnt – gesetzt dem, man hält durch und ist bereit, diese Mühe immer und immer wieder aufzubringen, wohlwissend, dass es sich eben lohnt.
Unterrichtsbedingungen
Das unabhängige Beherrschen der Bewegungen aller fünf Finger einer Hand und wiederum der Finger beider Hände zugleich, das Notenlesen und ein musiktheoretisches und musikhistorisches Grundverständnis sind beim Erlernen des Klavierspiels jedoch nur einige wenige von vielen Herausforderungen. Neben körperlichen, kognitiven Aspekten spielen mentale, emotionale, auch familiäre, berufliche, gesellschaftliche Aspekte eine wesentliche Rolle.
Ein jedes Kind, ein jeder jugendlicher und erwachsener Mensch besitzt ganz individuelle, persönliche Voraussetzungen, die entscheidend sind für einen gelingenden Klavierunterricht.
Gleichwohl ist es wichtig, dass der Klavierunterricht einem klaren, transparenten Aufbau und Plan folgt. Und genau diese Verbindung von individuellen Bedingungen mit einer Art folgerichtigem Lehrplan ist wiederum die große Herausforderung unserer Klavierlehrkräfte.
Deswegen werden nach einer circa dreimonatigen Probephase bestimmte Ziele und Inhalte vereinbart. Auf dieser Grundlage gestaltet sich sodann zielgerichtet der Unterricht und wird in mindestens jährlichen Abständen reflektiert und angepasst.
Ein Hauptziel – selbstständiges, individuelles Spiel
Die meisten Menschen wollen, wenn man sie befragt, vor allem deswegen Klavier lernen, weil sie eben einfach gern Klavier spielen möchten. Das heißt, sie wollen die Musik spielen, die sie mögen. Und das wiederum bedeutet, sie müssen die Fähigkeit erlangen, zu wissen, wie man sich ein bestimmtes Musikstück, Lied etc. entweder mithilfe des Notentexts oder per Gehör und Analyse selbstständig erarbeitet.
Genau dies ist eines der Hauptziele: zu vermitteln, wie man sich selbstständig musikalische Werke aneignen kann.
Solo und/oder gemeinsam
Teil des Unterrichts ist neben dem solistischen Klavierspiel auch das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten und Menschen in verschiedensten musikalischen Formationen. Für viele Musiker liegt im Miteinander die wesentliche Kraft der Musik.
Altersbedingungen
Erfahrungsgemäß sollte Klavierunterricht in einem Alter von unter 6 – 7 Jahren nur in Ausnahmefällen beginnen. Ein Alter von 7-8 Jahren ist ein allgemein gutes Einstiegsalter.
Eine Altergrenze „nach oben“ gibt es nicht. Aber Klavierunterricht mit Erwachsenen gestaltet sich grundsätzlich anders, da zum Beispiel die beruflichen und familiären Verpflichtungen, oder nicht selten bei älteren Menschen die körperlichen und mentalen Bedingungen ganz wesentliche Einflussfaktoren darstellen und somit sehr genau besprochen sein müssen.
Ein gutes Instrument: akustisch oder digital, mieten oder kaufen?
Voraussetzung für den Klavierunterricht ist auch das Vorhandensein eines angemessenen Instruments. Nun muss es nicht gleich ein richtiges rein akustisches Klavier sein. Die aktuelle Technik ist fortgeschritten genug, ein Digitalpiano mit 88 Tasten, Hammermechanik, Anschlagsdynamik, solider Pedaleinheit und gutem Soundsampling ist nicht nur ausreichend, sondern bietet – gerade in Mietshäusern oder ungestörtem abendlichem Üben – vielerlei nicht zu unterschätzender Vorzüge. Für den Anfang und zum Ausprobieren bieten wir die Möglichkeit, ein Instrument zu mieten. Ebenso stehen wir gerne beratend zur Seite, wenn es um den Kauf eines Instruments geht.
Das Klavier ist nicht alles – der lohnende Blick über den Tellerrand
Da es neben dem Klavier inzwischen auch viele andere bewährte, populäre Tasteninstrumente gibt, die jedes für sich einzigartige musikalische Möglichkeiten bieten, verstehen wir das Klavier als eine gute Grundlage. Doch es lohnt, sich nicht darauf zu versteifen, sondern auch das Potential kennenzulernen z.B. von Synthesizern, von richtigen elektrischen Pianos (z.B. Fender-Rhodes) und Orgeln (z.B.) Hammond, von Workstations oder MIDI-basierten Tastaturen, mit deren Hilfe sogenannte DRAWs, also eine Musikproduktionssoftware am Computer angesteuert werden kann. Diese technische Vielfalt bietet viele, und aus der aktuellen musikalischen Welt nicht mehr wegzudenkende Möglichkeiten. Den eigenen Fokus vom Klavier auch hin zu solchen Instrumenten zu lenken, ist Teil unseres Unterrichtsangebotes.